Ich werde wegen meinen Kämpf gegen Staat und Patriarchat verhaftet!

#info



Liebe Solidarische, Freund*innen und Compañerxs


An einem 24. November, im Jahr 1999, kam ich aus dem spanischen Gefängnis «Soto del Real» frei. Zwanzig Jahre später, am gleichen Datum, könnte ich wieder in einem Schweizer Knast sein.


Am Montag 18. November wurde bestätigt, dass ein Auslieferungsantrag schon in Bern auf dem Tisch liegt. Der Stempel ist der gleiche wie 2016: der spanische Folterstaat. Die Vorwürfe, die keine konkreten Taten beinhalten, basieren auf den Folteraussagen, die ich während der fünf Tage Incomunicado-Haft in Madrid machen musste. Die politische Verfolgung wegen meiner Ideen geht weiter, die Jagd auf mich ist eröffnet. Die Folterer haben damals meinen Frauenkörper als Kriegsfeld benutzt und jetzt werde ich verfolgt, weil ich gegen die sexistische Folter kämpfe, die ich überlebt habe. Ich soll wegen meines Kampfes gegen die staatliche und patriarchale Gewalt verhaftet werden.


In den vergangenen zwanzig Jahren haben Regierungen, Präsidenten und Minister gewechselt. Aber der ganze repressive Apparat bleibt und die das Sondergericht «Audiencia Nacional» ist die Speerspitze dieser Repression. Das sexistische System und die patriarchale Justiz wollen mich peinigen.


Warten wir ab, auf welcher Seite die «neutralen» Schweizer Behörden sich positionieren werden. Wenn es um Folter geht, kann man nicht neutral sein. Man ist dafür oder dagegen.


Ihr seid schon auf meiner/unserer Seite und das gibt uns Kraft, weiter Widerstand zu leisten und für unsere Befreiung zu kämpfen!


Feministische und kämpferische Grüsse,


Nekane

Kontakt

Radio LoRa 97.5MHz | Militärstrasse 85a, 8004 Zürich | 044 567 24 00 | www.lora.ch | IBAN CH91 0900 0000 8001 4403 9