Solidarität gegen Kriminalisierung Feministinnen!

Solidaritätsaktion mit kriminalisierter Frauenstreik-Aktivistin am 21. August 2019


Im Vorfeld des Feministischen Streiks/Frauen*streiks am 14. Juni 2019 wurden in Zürich Statuen verziert. Während der Aktion kam es zu einem aggressiven Einsatz der Polizei und Repressionen gegen eine Aktivistin. Das Streikkollektiv verurteilt das sexistische Verhalten der Stadtpolizei Zürich scharf und protestiert dagegen, dass Aktivist*innen kriminalisiert werden, weil sie sich gegen Gewalt an Frauen* wehren. Unter dem Slogan „Wir sind dem Patriarchat noch immer eine doppelgezackte Nervensäge“ lädt das Streikkollektiv zur Solidaritätsaktion für die Vorgeladene ein.


Als Mobilisierung für den Frauen*streik vom 14. Juni 2019 haben Aktivist*innen vom Zürcher Streikkollektiv am Morgen des 18. April eine Stadtverschönerungsaktion durchgeführt. Statuen wurden mit Tüchern und Plakaten verziert. Damit thematisierten die Aktivist*innen verschiedene Diskriminierungsformen, strukturelle Ungleichheiten und insbesondere Gewalt an Frauen*.


Bei einer Statue am See wurde eine Gruppe von fünf Aktivist*innen von einer Polizeipatrouille gestoppt. Sie verlangte von den Aktivist*innen, dass sie die Tücher und Schilder von der Statue entfernen. Doch diese weigerten sich. Daraufhin schnitt ein Polizist mit seinem Sackmesser aggressiv die Verzierungen runter. Eine der Frauen* kritisierte die aggressive Aktion des Polizisten. Die verbalen Äusserungen werden nun als Ehrverletzung bzw. Beschimpfung ausgelegt und die Aktivistin strafrechtlich verfolgt.


Die Feminist*innen hatten der Statue ein violettes Tuch mit dem Frauenzeichen mit kämpferischer Faust vor das Gesicht gebunden und eine violette Schärpe mit der Aufschrift Ni una menos (Nicht eine weniger) umgehängt. Ni una menos nennt sich eine feministische Bewegung in Argentinien, die gegen Gewalt an Frauen* und Femizide kämpft und sich mittlerweile in ganz Lateinamerika und darüber hinaus verbreitet hat.


Auch in der Schweiz gehören Femizide zum patriarchalen Alltag. Jede zweite Woche wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Am Frauen*streik kämpften und streikten schweizweit hunderttausende von Frauen*, um gemeinsam die Fesseln zu sprengen. Ein starker solidarischer Aufbruch gegen die lebensfeindlichen und zerstörerischen Widrigkeiten dieser Gesellschaft, gegen das Patriarchat, das oft tödliche Folgen für Frauen hat , gegen das profitorientierte Wirtschaften namens Kapitalismus, gegen Rassismus, gegen Normierung und die Trimmung auf Kleinfamilie, gegen jede Form von struktureller Gewalt, für gleichen Lohn und vieles mehr.

Die Aktivist*innen des Feministischen Kollektivs Zürich rufen am Mittwoch, 21. August 2019 zu einer Solidaritätsaktion auf. Treffpunkt ist um 15 Uhr an der Stauffacherstrasse 55 beim Helvetiaplatz. Denn ein Angriff auf eine, ist ein Angriff auf alle! Si nos tocan a una, nos tocan a todas!


Feministisches Streikkollektiv Zürich


Solidaritätsaktion mit kriminalisierter Frauenstreik-Aktivistin am 21. August 2019

Im Vorfeld des Feministischen Streiks/Frauen*streiks am 14. Juni 2019 wurden in Zürich Statuen verziert. Während der Aktion kam es zu einem aggressiven Einsatz der Polizei und Repressionen gegen eine Aktivistin. Das Streikkollektiv verurteilt das sexistische Verhalten der Stadtpolizei Zürich scharf und protestiert dagegen, dass Aktivist*innen kriminalisiert werden, weil sie sich gegen Gewalt an Frauen* wehren. Unter dem Slogan „Wir sind dem Patriarchat noch immer eine doppelgezackte Nervensäge“ lädt das Streikkollektiv zur Solidaritätsaktion für die Vorgeladene ein.


Als Mobilisierung für den Frauen*streik vom 14. Juni 2019 haben Aktivist*innen vom Zürcher Streikkollektiv am Morgen des 18. April eine Stadtverschönerungsaktion durchgeführt. Statuen wurden mit Tüchern und Plakaten verziert. Damit thematisierten die Aktivist*innen verschiedene Diskriminierungsformen, strukturelle Ungleichheiten und insbesondere Gewalt an Frauen*.



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